Heute wird es um einen Coin gehen, den wir in der Gruppe und auch auf unserer Facebook Seite bereits mehrfach erwähnt haben. Loopring ist eines der spannendsten Projekte derzeit und definitiv eine Recherche wert.

 

I. Einleitung

Loopring hat nach starkem Wachstum in den letzten Wochen ein wenig unter einem Fehler bei der Berechnung des MarketCap durch die Website www.coinmarketcap.com gelitten (hier die eigene Klarstellung von Loopring). Der MarketCap war zu gering berechnet. Dadurch wurde Loopring in der Liste der Coins mit dem höchsten Marktwert wenigstens etwa 40 Plätze tiefer gelistet.

Danach setzte eine Verkaufswelle ein, die durch die allgemeine Marktsituation noch verstärkt wurde. In der Konsequenz kann man Loopring für um die einen 1 $, statt bis zu 2 $ erwerben (Preise bei Veröffentlichung, bitte hier den aktuellen Kurs einsehen). Beide Beträge spiegeln den Marktwert nach unserer Meinung nicht wieder, da Loopring das Zeug hat, unter den ersten 20 Token zu stehen. Zudem sollte die Verlustgefahr überschaubar sein (soweit man das für Cryptowährungen überhaupt sagen kann), da das Projekt nachhaltig entwickelt wird und eine Schlüsselrolle in der NEO Infrastruktur einnehmen könnte.

 

II. Hintergrund

Loopring ist ein Exchange Projekt. Damit versucht Loopring eines der derzeit größten Probleme des Cryptomarktes zu lösen. Zentralisierte Exchanges sind DER Angriffspunkt im Cryptomarkt. Ob Hacks (Mt. Gox), rechtliche Auflagen oder hohe Gebühren und Unzuverlässigkeit, es gibt viele Gründe, warum es schwierig ist, Cryptowährungen zu erwerben und zu handeln/veräußern. Dennoch können sich Exchanges kaum retten vor Kunden (viele Exchanges sind oder waren wegen des Ansturms geschlossen) und verzeichnen hohe Zugewinne (siehe etwa den Kursverlauf von Binance und KuCoin).

Eine der bedeutendsten Entwicklungen sind dezentrale Exchanges, bei denen auf der Blockchain selbst gehandelt wird. Dezentralisierte Exchanges können nicht mehr ohne weiteres gehackt oder reguliert werden.

Loopring ist eines der vielversprechendsten Projekte, um das Liqiditätsproblem des Cryptomarktes zu lösen. Loopring entwickelt ein Protokoll, dass es zentralen und dezentralen Exchanges ermöglicht, über Blockchains hinweg und ohne zentrale Speicherung, Währungen zu tauschen. Es könnte damit der Standard werden, auf dem viele Exchanges aufsetzen.

 

III. Funktion

Die Bereitstellung der Liquidität durch Loopring erfolgt in 4 Schritten:

  • Das Loopring Protokoll kann eine Bestellung in viele kleine Teile zerlegen und identifizieren, auf welchen Exchanges und zu welchen Zeiten der Handel mit der bestellten Währung am besten funktioniert.
  • Das Loopring Protokoll ist eine dezentrale und intelligente Schnittstelle zwischen Crypto Exchanges und verschiedenen Blockchains (NEO, Ethereum, QTUM, etc.) mit dem Liquidität sowohl auf der Exchange als auch über die verschiedenen Märkte hinweg bereit gestellt wird.
  • Das Loopring Protokoll minimiert sowohl für den Nutzer als auch die Exchange die mit dem Handel bestehenden Risiken. In dem von Loopring gebildeten Pool von Bestellungen können verschieden Orders verrechnet werden, wodurch die Gebühren gesenkt werden und nur noch die Netto Bestellung überhaupt auf der Exchange ausgeführt wird – und das über Exchanges und Plattformen hinweg.
  • Loopring ist damit ein Protokoll und zugleich ein dezentrales und mit den Mitteln der Spieltheorie intelligentes System zum Austausch von Cryptowährungen.

Gelingt dies, ist Loopring ein zentrales Protokoll für den künftigen Handel mit Cryptowährungen. Derzeit kann man über viele Exchanges teilweise sehr hohe Preisunterschiede für viele Währungen fest stellen, 10% und mehr sind dabei keine Seltenheit. Mit einer Exchange, die Loopring nutzt, könnte der Einkauf immer auf der Exchange mit dem niedrigsten Preis und ein Verkauf immer auf der Exchange mit dem höchsten Preis erfolgen.

Das gleiche gilt in Bezug auf die Gebühren. Auch hier kann Loopring immer die günstigste Variante wählen und zudem die Gesamtbelastung auch noch deutlich verringern, weil viele Bestellungen im System bereits zugeordnet und ausgeführt werden, ehe überhaupt die Exchange bemüht werden muss.

Im Ergebnis profitieren die Nutzer erheblich. Aber auch für Exchanges ist das Loopring Protokoll sehr attraktiv. Sie hätten einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber traditionellen Exchanges und könnten viel mehr Bestellungen bedienen als ohne Loopring.

 

IV. Die Technik

1. Tausch statt Order

Loopring setzt auf dem Unidirectional Order Model (kurz: UDOM) auf, das von dem Loopring Gründer Daniel Wang bereits 2014 als Open Source Code entwickelt wurde. Damit werden Order nicht mehr als Käufe und Verkäufe verstanden, sondern als Tausch-Angebote zwischen verschiedenen Währungen. Dies macht es einfacher, eine ganze Reihe von Bestellungen zu „ring-matchen“ (verrechnen).

2. Aufteilung

Weiter werden verschiedene Bestellungen in kleinere Order aufgeteilt und zu dem besten Preis auf verschiedenen Exchanges gehandelt. Dies verringert das Risiko jeder Transaktion, da – wenn etwas schief geht – immer nur ein kleiner Teil der Order betroffen ist. Statt einen Bitcoin auf eine Exchange zu schicken, die vielleicht grade gehackt ist, wird die Order über 10 Exchanges verteilt, so dass im Ergebnis nur 1/10 verloren geht. Das Klumpenrisiko wird so grade für große Order deutlich verringert.

3. Verrechnung

Durch ring-matching werden nicht nur Kauf- und Verkaufs-Order bidirektional ausgeführt, sondern werden Bestellungen hintereinander geschaltet und untereinander verrechnet. Bestellungen vieler Personen werden gepoolt  und untereinander abgeglichen und sofort ausgeführt, soweit das möglich ist. Die Transaktionen werden damit soweit möglich direkt zwischen den Parteien ausgeführt, ohne dass der Umweg über die Exchange nötig wird. Dies senkt Gebühren und Risiken nochmals deutlich.

4. Plattform übergreifender Austausch

Anders als andere dezentrale Exchange wie etwa Etherdelta wird Loopring auch Plattform übergreifend funktionieren. Kurz bevor steht die Integration von ERC 20 Token (Ethereum), NEO und QTUM, andere Plattformen werden folgen.

 

VI. Das Team

Wie bereits erwähnt, hat der Gründer von Loopring das Unidirectional Order Model bereits als Open Source anläßlich der Gründung einer Exchange in 2014 entwickelt, die Grundlagen sind damit älter als Loopring selbst. Mit drei Ex Mitarbeitern von Google und einem von PayPal scheinen ist viel Erfahrung vorhanden und mit Da Hongfei, dem Gründer von NEO, steht – neben anderen – ein exzellenter Berater zur Verfügung, der für die starke Anbindung an NEO steht.

Da die Gründung einer großen NEO Exchange (NEX), kurz bevor steht, scheint gut möglich, dass das Loopring Protokoll bald von einer Exchange mit großem Potential genutzt wird.

Andere ähnliche Projekte sind Kyber (KNC) und 0x (ZRX), aber Loopring dürfte weiter sein und hat weit mehr Features als nur den Plattform-übergreifenden Austausch von Token. Von daher ist es sicher eins der vielversprechendsten Exchange-Projekte. Sollte sich Loopring nur einigermassen durchsetzen, ist eine dramatisch höhere Marktkapitalisierung gerechtfertigt.

 

VII. Neueste Entwicklungen

Gerade hat Loopring seine Wallet unter https://loopring.io veröffentlicht. Diese kann Plattform-übergreifend genutzt und mit einer NEO und einer QTUM Wallet bereits verbunden werden. Um die Funktionalität zu testen, wird Loopring demnächst einen gößeren Airdrop vornehmen, bei dem es zwei verschiedene Coins umsonst gibt.

Das nähere findet sich hier: https://medium.com/loopring-protocol/loopring-bi-weekly-update-01-20-2018-9547a431623d.

Damit schreitet die Entwicklung von Loopring weiter voran. Der Airdrop dürfte die Aufmerksamkeit deutlich erhöhen. Im Zuge der nächsten Erholung der Märkte sollte Loopring schnell deutlich teurer werden, deshalb sieh Dir den Coin vielleicht einmal näher an.

 

VIII. Schlussbemerkung

Wie immer ist das nur die Vorstellung eines Projektes und keine Anlageempfehlung. Anlagen in Cryptowährungen sind besonders riskant und können vollständig verloren gehen. Bitte informiere und recherchiere selbst, ehe Du Dich für ein Investment entscheidest.

Besonders wichtig ist, dass Du die technischen Schritte verstehst, die für ein Investment in Cryptowährungen erforderlich sind. Wenn Du hier noch nicht alles überblicken kannst, buche gerne unseren Online Kurs für Einsteiger unter www.bitcoinbegins.de. Wenn Du bereits weiter bist, ist ein Austausch auf hohem Niveau mit vielen Tipps und Tricks in der bitcoinbegins Mastermind vielleicht das richtige. Diese findest Du ebenfalls unter www.bitcoinbegins.de.

 

Titelbild: Tyler Lastovich on Unsplash