von Dr. Ronald Kandelhard

AION: Mehr als ein Projekt zur Interoperabilität von Blockchains

AION ist ein lange von mir beobachtetes Projekt. Ursprünglich gehörte es zu den Projekten, in denen es um die Kommunikation und den Austausch zwischen unterschiedlichen Blockchains geht.

1. Interoperabilität von Blockchains

Andere interessante Interoperabilitäts-Projekte sind etwa die beiden in der Bitcoin Begins Mastermind bereits kurz vorgestellten Projekte Kommodo (da geht es aber sogar um atomic swaps) und Blocknet, die großen Projekte Cosmos aus der Schweiz, Polkadot von einem Ethereum Gründer, das ambitionierte Wanchain Projekt, sowie Ark und das koreanische ICON (kurzer Überblick auf englisch zu diesen Projekten etwa hier: https://www.investinblockchain.com/blockchain-interoperability-projects/ ). Wanchain, ICON und AION sind dabei alle drei Mitglieder der Interoperability Alliance, die zusammen versuchen, derartige Lösungen zu entwickeln.

2. Der Entwicklungsstand des AION Projekts

Tatsächlich ist das AION Projekt aber von einer lebhaften Entwicklung gekennzeichnet. Da AION open source ist, kann der Fortschritt von AION auf Github verfolgt werden.

AION erstellt neue Blockchains, arbeitet an der Monetarisierung von Blockchain Brückentechnologien und dezentralen Applikationen zwischen verschiedenen Blockchains, zudem werden AION Coins auch verwendet, um das gesamte AION Netzwerk abzusichern.

AION hat viele Werkzeuge für Entwickler auf der AION Blockchain bereits gestellt. Der Token Swap von dem ERC 20 Token auf AION Mainnet ist für November 2018 vorgesehen. Hierbei nutzt AION eine Maschine für den Token Austausch, die eine Basis für die künftige Interoperabilitäts-Funktion darstellt (zu finden hier, wer noch AIONs zu tauschen hat: https://docs.aion.network/docs/generate-transaction-on-bridge ). Auf den ersten Blick scheint AION hier recht weit zu sein.

Zu dem Zeitpunkt des token swaps können Entwickler smart contracts auf der AION Chain entwickeln und Apps von der Ethereum Chain auf die AION Chain migrieren. Das soll sehr einfach möglich werden.

AION hat eine Fast Virtual Machine. Diese ist eine modifizierte Ethereum Virtual Machine (EVM), die einer Java Virtual Machine ähnlich ist. Sie wird Solidity (die Ethereum Programmiersprache) unterstützen, aber eben auch die neue Option bieten, in Java programmierte Apps auf der AION Root Chain ablaufen zu lassen.

AION verfügt über eine lebhafte Community. Jeder kann eine Node für AION betreiben, derzeit gibt es ca. 2100 miner, die zu AION beitragen. AION hat auch ein vielfältiges Belohnungsprogramm für Beiträge zu dem Projekt (näher dazu hier: https://aion.network/bounty/).

3. AION Ausblick

Technisch zeigt der Chart seit geraumer Zeit eine Bodenbildung mit ansteigendem Volumen. Die letzten token werden zum Mainnet Launch ausgegeben, danach gibt es nur noch die eingebaute Inflation von 1%. Ein Ausbruch im Vorfeld des Mainnet Launch scheint gut möglich.

Hinweis, wer auf Binance AION kauft, erwirbt bereits die nativen AION token, für alle anderen Exchanges sollte man gut recherchieren.